Wie viel Energie wir verbrauchen und wie viele Treibhausgase dabei entstehen, entscheidet maßgeblich über Rostocks Klimabilanz. Der Ausbau erneuerbarer Energien, effiziente Gebäude und klimafreundliche Mobilität helfen, Emissionen deutlich zu senken. Dieser Bereich zeigt, wo wir stehen, wie sich unsere Werte entwickeln und welche Maßnahmen wirken.
Energieverbrauch und Emissionen
Gesamtenergieverbrauch und -emissionen Rostocks
Im Stadtgebiet der Hanse- und Universitätsstadt Rostock leben aktuell circa 211.000 Menschen und verbrauchen täglich Energie in Form von Strom und Wärme. Die aus dem Verkehr resultierenden Verbräuche und CO2-Emissionen unterliegen aufgrund der Bilanzierungsmethode (BISKO: Territorialprinzip) geringfügigen Schwankungen (ca. 490.000 MWh bzw. 130.000 t CO2 Äq) und finden nachfolgend keine Berücksichtigung.
Nachfolgende Grafik zeigt die Entwicklung des absoluten Gesamtendenergiebedarfs, der CO2-Emissionen, sowie der Bevölkerung in Rostock seit 1995.
Trotz eines nahezu kontinuierlichen Bevölkerungsanstiegs seit 2002 ist der Gesamtenergiebedarf der Hanse- und Universitätsstadt Rostock gesunken. Erste ergriffene Maßnahmen zur Reduktion der CO2-Emissionen zeigen ihre Wirkung. Die Transformation der Energiebereitstellung von fossilen zu regenerativen Energieträgern mit dem Ziel der Klimaneutralität wurde im Stadtkonzern frühzeitig angegangen. Zur Erreichung dieses Ziels müssen die EU, der Bund, das Land und die gesamte Stadtgesellschaft weitere Veränderungen anstoßen.
Gesamtenergieverbrauch und -emissionen je Einwohner und Jahr
Nachfolgende Grafiken geben einen Überblick über die Entwicklung des Gesamtenergieverbrauchs und der Emissionen je Einwohner (EW). Diese Kennzahl ist ein Indiz für die Entwicklung der einwohnerspezifischen Verbräuche und Emissionen.
Obenstehende Grafiken unterstreichen den Trend (siehe Gesamtverbrauch und -emissionen) im Stadtgebiet und zeigen, insbesondere bei den Emissionen je Einwohner, eine deutliche Tendenz nach unten. So lagen die pro-Kopf-Emissionen in 1995 noch bei ca. 8 t CO2 Äq. je Einwohner und 2024 bei ca. 2,75 t CO2 Äq. je Einwohner.
Gesamtenergieverbrauch und -emissionen Stadtverwaltung (SV) und kommunale Unternehmen (KU)
Der Verbrauch und die Emissionen der Stadtverwaltung und kommunalen Unternehmen (SV+KU) werden nachfolgend für die Bereiche Mobilität, Strom und Wärme dargestellt.
Der Verbrauch der Stadtverwaltung und kommunalen Unternehmen (SV+KU) ist in den letzten Jahren leicht angestiegen. Ein Grund für den Anstieg des Wärme- und Stromverbrauchs ist, dass die Anzahl der Verwaltungsgebäude einen deutlichen Anstieg erfahren hat.
Ein deutlicher Rückgang der wärmebedingten Emissionen ist feststellbar. Eine der Hauptgründe hierfür ist der hohe Anteil an Fernwärme im Stadtgebiet. Eine Vergrünung der Fernwärme wird durch die Stadtwerke mit Hilfe eines Transformationsplans vorangetrieben. Der Ausbau des Fernwärmenetzes schreitet bereits voran und bildet die Grundlage für eine CO2-neutrale Wärmeversorgung in Rostock.
Beispielmaßnahme: Straßenbeleuchtung in Rostock
Innerhalb der Stadtverwaltung bildet die Rostocker Straßenbeleuchtung einen der Hauptverbraucher mit ca. 9.000.000 kWh jährlich. Ein Beleuchtungskonzept wurde erarbeitet, mit dem Ziel, den Strombedarf der Straßen- und Wegebeleuchtung durch flächendeckenden Einsatz von LED-Leuchtmitteln zu senken. Nachfolgende Grafik zeigt, wie wir mit dem Austausch der NAV- Leuchten durch LED-Leuchten vorankommen.
2023 betrug der Bestand 22.849 Leuchten, davon waren bereits ca. 15 % LED-Leuchten – mit einem Stromverbrauch von 8.742.000 kWh. Trotz leicht steigender Leuchtenanzahl im Stadtgebiet, konnte der Stromverbrauch in den letzten Jahren durch den Austausch von NAV-Leuchten durch LED-Leuchten reduziert werden. (2021 ca. 404 kWh pro Leuchte und Jahr; 2023 ca. 383 kWh pro Leuchte und Jahr)
